Digitale Transformation – vom Hype zur Nutzung neuer Chancen
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Das Thema „Digitalisierung“ ist aus der geschäftlichen und politischen Diskussion kaum noch wegzudenken. Aber inwiefern ist das für Sie und Ihr Unternehmen relevant? Ist die Digitalisierung nicht doch ein reines IT-Thema? Oder eine akute Bedrohung, die nächste „Sau durchs Dorf“, eine Chance für die Zukunft? Wann ist der richtige Zeitpunkt, um in die digitale Transformation zu investieren? Wie entwickeln Sie die neue Welt, ohne Ihr laufendes Geschäft zu vernachlässigen oder gar zu kannibalisieren? Wir helfen Ihnen bei der Standortbestimmung.

Transformation

© convio

Die USA haben ihr Ziel von 98 % Zugang zu mobilen Hochgeschwindigkeitsnetzen erreicht, gerade wird ein „Broadband Opportunity Council“ eingerichtet. Asien hat sich eine führende Position für Mikrochips erkämpft. In der Europäischen Union gibt es einen Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft. Manche Verbände, Politiker oder Manager sehen den Standort Deutschland bereits in Gefahr, den Anschluss zu verlieren und zur digitalen Datenkolonie zu werden. Zur Cebit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen der Digitalen Agenda der Bundesregierung gerade ein Zehn-Punkte-Programm vorgestellt – das Spektrum reicht vom Breitbandausbau über Datenschutz und Datensicherheit bis zur Förderung von Forschung und Innovation oder der Schaffung eines europäischen digitalen Binnenmarkts.

 

Digitalisierung – eine Bedrohung für Ihr Unternehmen?

In noch nie dagewesener Geschwindigkeit entwickelt sich die größte Revolution der Menschheit. Sie bedroht viele klassische Geschäftsmodelle. Die Digitalisierung kann so zum Scheideweg von etablierten Unternehmen und ganzen Volkswirtschaften werden. Schon der seit dem frühen 18. Jahrhundert erfolgreiche Brockhaus ist gegen die 2001 gegründete Online-Enzyklopädie Wikipedia bereits mit der Auflage von 2005 auf dem Dinosaurier-Friedhof gelandet. Autos kommunizieren miteinander und berechnen die Grüne Welle. Kleine und kleinste Kraftwerke werden zusammengeschaltet und zentral als virtuelles Kraftwerk gesteuert. Zuhause erhalten immer mehr Geräte einen Internet-Anschluss und werden über Handy und Tablet steuerbar. Die intelligente Haussteuerung spart nicht nur Energie, sondern erhöht auch den Wohnkomfort. Fernsehen on Demand ersetzt DVDs (früher gab es auch noch Videotheken), Kontoführung oder Wertpapierhandel auf mobilen Geräten sind längst selbstverständlich. Portale für Hotels, Taxifahrten oder private Leistungen lehren ganze Branchen das Fürchten. Die Liste der Beispiele ließe sich beliebig verlängern, aus dem Finanzsektor, dem Gesundheitswesen, dem Bildungsbereich, der Verwaltung, den Mobilfunk-Services… Als nächstes könnte z.B. die Versicherungsbranche von Google Protect aufgemischt werden oder in einigen Jahren Autohersteller mit Apples iCar konkurrieren.

Die digitale Transformation wird nicht als kurzzeitig strahlende Sternschnuppe verglühen. Unternehmen müssen sich auf diese neue Realität einstellen. Wer die neuen Entwicklungen zu lange beobachtet läuft Gefahr, dass diese zu einer akuten Bedrohung für das eigene Geschäft werden, die nicht oder nur noch schwer abwendbar ist. Innovative Unternehmen ziehen dagegen der Konkurrenz davon. Die Anwendungsfelder sind dabei nahezu unbegrenzt, was die Konkretisierung für Unternehmen gleichermaßen spannend wie verwickelt macht.

Eine erste Orientierung bietet die Unterscheidung in die Digitalisierung bestehender Prozesse und die Entwicklung innovativer digitaler Produkte und Services. Für Deutschland werden wesentliche Chancen z.B. in sicheren Cloud-Diensten, der Anwendung des Internets der Dinge und Dienste in industriellen Prozessen oder in eingebetteter Intelligenz in Produktion und Logistik prognostiziert. Doch was die Digitalisierung für ein bestimmtes Unternehmen bedeutet, ist immer eine individuelle Entdeckungsreise. Die gute Nachricht: Auch dafür gibt es wirkungsvolle Ansätze und nutzbare Erfahrungen.

Der Wandel von Kunden- und Geschäftsbeziehungen sowie Wertschöpfungsketten stehen im Zentrum von Betrachtungen eines Unternehmens, wenn es sich mit der Aufstellung einer erfolgreichen Digital-Strategie auseinandersetzt. Die Herausforderung besteht darin, zukunftsträchtige und vor allem für Ihre Kunden nützliche Anwendungen zu identifizieren und geeignete Geschäftsmodelle zu entwickeln. Auch die weiteren Schritte sind von hoher Bedeutung, jedoch nicht überraschend: Die Entwicklung ist im Rahmen der verfügbaren Budgets kosteneffizient zu gestalten, um nicht unnötig Geld zu verbrennen. Das Marketing muss entsprechend der neuen Ausrichtung ausgestaltet werden. Vertrieb und Service müssen zumindest geschult, wenn nicht sogar komplett neu aufgestellt werden. Mitarbeiter und Führungskräfte können als potentielle Anwender und Multiplikatoren unterstützen.

 

Digitalisierung – darauf sollten Sie achten!

  • Digitale Transformation wird von oben getrieben.

    Wie bei allen anderen großen Veränderungen geht es nicht ohne eine Führungsebene, die eine klare Vision für das zukünftige Geschäftsmodell hat und den Wandel in der Unternehmenskultur und -philosophie verankern kann. Denken Sie bei der Betrachtung Ihrer Wertschöpfungsketten und Ertragsmodelle über Ihr Unternehmen hinaus, um das volle Potenzial technischer Entwicklungen zu nutzen! Welche relevanten Entwicklungen gibt es in anderen Branchen? Welche Innovationen externer Start-ups können Sie nutzen, mit wem können Sie sich geschickt vernetzen? Inwiefern können Ihre Kunden selbst zum Erfolg beitragen (z.B. durch eigene Apps)? Wo liegen Potentiale für die Vernetzung von der Entwicklung über Planung und Simulation bis zur Produktion?

  • Digitale Transformation darf nicht nur punktuell ansetzen.

    Halbherzigkeit ist nicht zielführend. Auch nicht, wenn das neue digitale Geschäftsmodell vorerst nur in einer „Nische“ betrieben wird. Das Management muss dafür sorgen, dass alle Geschäftsbereiche in die Transformation einbezogen werden. Wenn „Testballons“ durch alte Abläufe und Infrastrukturen beschränkt werden, läuft das Unternehmen Gefahr, nur „alten Wein in neuen Schläuchen“ zu verpacken statt radikal neu zu planen. Damit alle Vorteile und Potenziale der neuen Technologien genutzt werden, ist häufig ein schöpferisches Umdenken erforderlich.

  • Digitale Transformation wird durch eine starke IT getragen.

    Eine erfolgreiche Transformation kann nur gelingen, wenn ein Unternehmen die steigende Bedeutung der technologischen Infrastruktur für die Digitalisierung erkennt und sowohl finanzielle Mittel als auch Vertrauen in eine moderne IT investiert. Bislang kamen der IT vor allem unterstützende Aufgaben zu, um die anstehenden Anforderungen möglichst kostengünstig und reibungslos umzusetzen. Die digitale Transformation fordert von der IT jedoch einen wesentlich größeren Wertbeitrag zum Unternehmenserfolg. In den neuen digitalen Welten kann und muss die IT einen aktiven Part in der Strategieentwicklung und der Unternehmenssteuerung spielen, Lösungen und Grenzen aufzeigen sowie neue Impulse aus anderen Branchen diskutieren. Sie wird vom lediglich optimierenden Informationsdienstleister und Anforderungserfüller zum gestaltenden, integrierenden Business-Enabler.

 

Nehmen Sie Schwung für die digitale Transformation!

2009 waren erst 2,5 Milliarden Geräte vernetzt. Bis 2020 prognostiziert Gartner mehr als 30 Milliarden vernetzter Geräte. Zukünftig wird das Unternehmen weiter am Markt sein, das diese Entwicklung erkennt und handelt. Unterstützen Sie Ihr Unternehmen darin, im Zuge der Digitalisierung komplett neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Achten Sie dabei auf eine gesunde Balance zum laufenden Geschäft: Sowohl Umsatzsicherung, Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen als auch das schöpferische Umdenken sind wesentliche zu lösende Aufgaben. Eine unverstellte Bestandsaufnahme oder Impulsgebung von außen kann Ihnen dabei helfen. Gern unterstützen wir Sie bei Ihrem Weg in die digitale Transformation. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!